Satzung der Arbeitsgemeinschaft der Sammler
deutscher Kolonialpostwertzeichen e.V.

in der Neufassung vom 03. Juni 2000

§ 1    Name und Sitz des Vereins

Der Verein fĂŒhrt den Namen „Arbeitsgemeinschaft der Sammler deutscher Kolonialpostwertzeichen e.V.“. Er wurde 1928 in Berlin als Arbeitsgemeinschaft gegrĂŒndet, hat seinen Sitz in Cochem und ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Koblenz eingetragen.

§ 2    Zweck und Aufgaben

Zweck des Vereins ist die Pflege von Philatelie, Postgeschichte und allgemeiner Geschichte der ehemaligen deutschen Kolonien sowie der LĂ€nder, in denen Auslandspostanstalten unterhalten wurden, mit allen Rand- und Nebengebieten sowie die Förderung ihrer Erforschung. Forschungsergebnisse und andere Erkenntnisse werden in geeigneter Form veröffentlicht und Einrichtungen wie Bibliotheken und Museen, fĂŒr die sie von Belang sind, zugĂ€nglich gemacht.

Der Verein versucht auch jungen Sammlern den ĂŒberseeischen Teil der deutschen Postgeschichte als ein Entwicklungsstadium globaler Kommunikation verstĂ€ndlich zu machen. DarĂŒber hinaus soll allgemeines VerstĂ€ndnis fĂŒr diesen Abschnitt deutscher Geschichte vermittelt werden.

Der Verein unterstĂŒtzt die Erkennung und BekĂ€mpfung von FĂ€lschungen und Manipulationen auf dem Gebiet der Kolonialphilatelie.

Der Verein ist selbstlos tÀtig und verfolgt keine eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 3    Mitgliedschaft

Mitglied kann auf Antrag jeder an der Verwirklichung der Vereinsziele Interessierte werden, der volljĂ€hrig und geschĂ€ftsfĂ€hig ist. MinderjĂ€hrige bedĂŒrfen der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters.

Der Antrag auf Aufnahme muss schriftlich an den GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Vereins ergehen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

Die Mitgliedschaft wird beendet

  1. durch Tod;
  2. durch Austritt, der nur zum Ende des GeschĂ€ftsjahres unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten schriftlich per Einschreiben gegenĂŒber dem Vorstand erklĂ€rt werden kann.
  3. durch Streichung aus der Mitgliederliste auf Beschluss des Vorstandes, wenn trotz schriftlicher Aufforderung per Einschreiben BeitrĂ€ge oder sonstige Geldforderungen des Vereins nicht bezahlt worden sind oder wenn das Mitglied wegen nicht mitgeteiltem Wohnungswechsel seit mehr als fĂŒnfzehn Monaten nicht erreichbar ist;
  4. durch förmlichen Ausschluss auf Antrag, wenn ein Mitglied das Ansehen oder die Interessen des Vereins oder der Kolonialphilatelie geschĂ€digt hat oder aus anderem wichtigen Grunde. Die Entscheidung ergeht auf Vorstandsbeschluss, wobei es der Zustimmung von Ÿ aller Vorstandsmitglieder bedarf und ist dem Mitglied unter Angabe der GrĂŒnde per Einschreiben mitzuteilen. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer vierwöchigen Frist Gelegenheit zu geben, sich persönlich oder schriftlich zu rechtfertigen. Gegen einen förmlichen Ausschluss kann Berufung bei der Hauptversammlung eingelegt werden. Die Berufung ist dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer per Einschreiben mitzuteilen. Über eine Berufung, also den Antrag des Betroffenen auf Aufhebung des Vorstandsbeschlusses, entscheidet die Hauptversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen gĂŒltigen Stimmen.

Weder Austritt noch Ausschluss befreien von finanziellen Verpflichtungen gegenĂŒber dem Verein. Ausscheidende Mitglieder verlieren jeden Anspruch am Vereinsvermögen

§ 4    Rechte und Pflichten der Mitglieder

Jedes Mitglied ist berechtigt, an den Veranstaltungen teilzunehmen und die Einrichtungen und Leistungen des Vereins in Anspruch zu nehmen sowie AntrĂ€ge an den Vorstand und an die Hauptversammlung zu stellen. Bei Abstimmung hat jedes Mitglied eine Stimme. Eine Übertragung des Stimmrechtes ist unzulĂ€ssig.

Jedes Mitglied ist zur Zahlung eines Mitgliedsbeitrages verpflichtet. Es wird erwartet, dass es sich fĂŒr Zweck und Aufgaben des Vereins nach besten KrĂ€ften einsetzt.

§ 5    Beitrag und GeschĂ€ftsjahr

Der Mitgliedsbeitrag ist zu Beginn jeden Jahres zu zahlen. Bei Aufnahme in den Verein ist eine einmalige AufnahmegebĂŒhr zu entrichten. Über die Höhe von Mitgliedsbeitrag und AufnahmegebĂŒhr entscheidet die Hauptversammlung jeweils fĂŒr das kommende Jahr.

Die AufnahmegebĂŒhr ist sofort bei Eintritt, der Mitgliedsbeitrag bis zum 31. MĂ€rz eines jeden Jahres zur Zahlung fĂ€llig.

Das GeschÀftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 6    Organe des Vereins

Organe des Vereins sind

  1. die Mitgliederversammlung, insbesondere die Hauptversammlung;
  2. Der Vorstand besteht aus
    dem Vorsitzenden,
    dem stellvertretenden Vorsitzenden,
    dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer,
    dem stellvertretenden GeschĂ€ftsfĂŒhrer,
    dem Schatzmeister,
    dem Schriftleiter der „Berichte fĂŒr Kolonialbriefmarken-Sammler“,
    dem stellvertretenden Schriftleiter, zustĂ€ndig fĂŒr den philatelistischen Teil der„Rundschreiben“.

Die Schriftleiter können zugleich ein weiteres Vorstandsamt bekleiden.

Der Vorstand wird von der Hauptversammlung aus den Mitgliedern des Vereins fĂŒr die Dauer von drei Jahren gewĂ€hlt. Wiederwahl ist zulĂ€ssig. Er bleibt bis zur Wahl eines neuen Vorstandes im Amt.

Die Mitglieder des Vorstandes werden auf Antrag eines Mitgliedes einzeln in geheimer Abstimmung gewÀhlt. Offene Wahl und/oder gemeinsame Abstimmung ist bei allseitiger Zustimmung möglich.

Die TĂ€tigkeit der Vorstandsmitglieder ist ehrenamtlich.

Auslagen im Vereinsinteresse werden gegen Rechnungsvorlage erstattet. FĂŒr Eigenbelege werden die ErstattungssĂ€tze von der Hauptversammlung festgelegt.

§ 7    Rechte und Pflichten des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die FĂŒhrung des VereinsgeschĂ€fte, die AusfĂŒhrung der VereinsbeschlĂŒsse und die Verwaltung des Vereinsvermögens sowie sonstiger Vereinsunterlagen. Der Vorstand entscheidet durch Beschluss in Vorstandssitzungen oder nach mĂŒndlicher oder schriftlicher Absprache, ĂŒber die eine Niederschrift anzufertigen ist. Jedes Mitglied des Vorstandes hat eine Stimme. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Der Vorstand regelt seine ZustĂ€ndigkeit in eigener Verantwortung.

Der Vorsitzende beruft die Mitgliederversammlung, insbesondere die Hauptversammlung, ein und leitet sie. Er kann diese Aufgaben an ein anderes Vorstandsmitglied delegieren.

Der Vorsitzende und der GeschĂ€ftsfĂŒhrer sind Vorstand im Sinne des § 26 II BGB und vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich, jeder fĂŒr sich allein. FĂŒr Rechtshandlungen mit einem Gegenwert von mehr als € 5.000,-- im Einzelfall bedarf es jedoch der gegenseitigen vorherigen Zustimmung dieser beiden Vorstandsmitglieder.

Der Schatzmeister verwaltet die Kasse des Vereins und fĂŒhrt ordnungsgemĂ€ĂŸ Buch ĂŒber alle Einnahmen und Ausgaben. Er hat der Hauptversammlung einen Rechenschaftsbericht zu erstatten. Er nimmt Zahlungen fĂŒr den Verein gegen seine alleinige Quittung in Empfang und wickelt den Zahlungsverkehr ab. FĂŒr Zahlungen in Höhe von bis zu € 500,-- bedarf es keiner weiteren Unterschrift.

Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes kann der Vorstand, falls erforderlich, fĂŒr die Zeit bis zur nĂ€chsten Hauptversammlung ein anderes Vereinsmitglied als Nachfolger bestimmen.

§ 8    KassenprĂŒfung

Zur PrĂŒfung der Kasse werden von der Hauptversammlung fĂŒr die Dauer von jeweils zwei Jahren zwei KassenprĂŒfer bestellt. Sie haben die Aufgabe, die OrdnungsmĂ€ĂŸigkeit der Kassen- und BuchfĂŒhrung in sachlicher und rechnerischer Hinsicht zu prĂŒfen, der Hauptversammlung darĂŒber zu berichten und sich ĂŒber die Entlastung des Vorstandes zu Ă€ußern.

Die Amtszeit der beiden KassenprĂŒfer ĂŒberschneidet sich jeweils um ein Jahr. Eine unmittelbare Wiederwahl ist nicht zulĂ€ssig.

§ 9    Hauptversammlung

Einmal jĂ€hrlich ist im ersten Halbjahr eine ordentliche Mitgliederversammlung abzuhalten. Sie fĂŒhrt die Bezeichnung „Hauptversammlung“ und ist nicht öffentlich. GĂ€ste können auf Antrag von der Hauptversammlung zugelassen werden. Die Einberufung der Hauptversammlung hat mit einer Einladungsfrist von wenigstens vier Wochen zu erfolgen.

Der Vorstand legt die Tagesordnung fĂŒr die Hauptversammlung fest. Die Einladung der Mitglieder erfolgt unter Bekanntgabe der Tagesordnung, zum Beispiel im Mitteilungsblatt des Vereins („Rundschreiben“).

AntrĂ€ge zur Tagesordnung mĂŒssen spĂ€testens bis zum 28. Februar eines Jahres beim Vorstand eingegangen sein. Die ErgĂ€nzung der Tagesordnung um nachtrĂ€glich gestellte AntrĂ€ge ist möglich, wenn sich die Hauptversammlung mehrheitlich fĂŒr die Aufnahme dieser AntrĂ€ge in die Tagesordnung ausspricht.

BeschlĂŒsse, die aufgrund nachtrĂ€glicher ErgĂ€nzung der Tagesordnung zustande kommen, dĂŒrfen keine SatzungsĂ€nderung zum Inhalt haben und keine finanziellen Verpflichtungen fĂŒr die Mitglieder mit sich bringen.

Die Hauptversammlung ist insbesondere zustĂ€ndig fĂŒr:

  1. Genehmigung des Protokolls der letzten Hauptversammlung
  2. Entgegennahme der Jahresberichte des Vorstandes
  3. Entgegennahme des Berichts der KassenprĂŒfer
  4. Entlastung des Vorstandes
  5. Wahl und Abberufung von Vorstandsmitgliedern
  6. Bestellung von KassenprĂŒfern
  7. Ernennung von Ehrenmitgliedern
  8. endgĂŒltige Entscheidung ĂŒber den Ausschluss eines Mitgliedes im Falle der Berufung
  9. Festsetzung von AufnahmegebĂŒhr und Mitgliedsbeitrag fĂŒr das Jeweils kommende Jahr
  10. Festlegung von Ort und Zeitpunkt der Hauptversammlung
  11. Beschlussfassung ĂŒber AntrĂ€ge des Vorstandes und der Mitglieder
  12. SatzungsÀnderungen
  13. Entscheidung ĂŒber die Auflösung des Vereins und die Verwendung seines Vermögens.

Die Hauptversammlung ist ungeachtet der Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfÀhig.

Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gĂŒltigen Stimmen, bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden. Über die Art der Abstimmung entscheidet der Versammlungsleiter. Die Abstimmung wird jedoch schriftlich durchgefĂŒhrt, wenn dies mindestens drei anwesende Mitglieder verlangen.

Wahlen werden, sofern dieses ein Mitglied beantragt, in schriftlicher geheimer Abstimmung durchgefĂŒhrt.

Beschlussfassungen ĂŒber SatzungsĂ€nderungen bedĂŒrfen einer Mehrheit von 2/3 der abgegebenen gĂŒltigen Stimmen. Eine Entscheidung ĂŒber die Auflösung des Vereins erfordert eine Ÿ-Mehrheit.

Die BeschlĂŒsse der Hauptversammlung sind in ein Protokoll aufzunehmen, das vom Versammlungsleiter sowie vom ProtokollfĂŒhrer zu unterzeichnen ist. Das Protokoll wird im Mitteilungsblatt des Vereins veröffentlicht und durch die nĂ€chste Hauptversammlung genehmigt.

§ 10    Außerordentliche Mitgliederversammlung

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn mindestens zwanzig Mitglieder schriftlich unter Angabe der GrĂŒnde die Einberufung verlangen. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gelten im ĂŒbrigen die einschlĂ€gigen Bestimmungen fĂŒr die Hauptversammlung.

§ 11    Änderung der Satzung

AntrĂ€ge auf Änderung der Satzung können vom Vorstand oder von mindestens zehn Mitgliedern gestellt werden.

§ 12    Verdienstnadel

Mitgliedern, die sich im besonderen Maße um den Verein verdient gemacht haben, kann auf Beschluss des Vorstandes die Verdienstnadel der Arbeitsgemeinschaft verliehen werden. Über die Verleihung wird eine Urkunde ausgestellt.

§ 13    Dr. Ey-Medaille

FĂŒr besondere Verdienste um die Erforschung von Philatelie und Postgeschichte der ehemaligen deutschen Kolonien und AuslandspostĂ€mter wird die Dr.-Ey-Medaille verliehen. Die Verleihung erfolgt durch ein Kapitel, das aus fĂŒnf Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft besteht. Alles NĂ€here regelt die Satzung des Kapitels der Dr.Ey-Medaille.

§ 14    Ehrenmitgliedschaft

Mitglieder, die sich in herausragender Weise um den Verein oder die Kolonialphilatelie verdient gemacht haben, können auf Vorschlag des Vorstandes von der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von 2/3 der abgegebenen gĂŒltigen Stimmen zu Ehrenmitgliedern, oder gegebenenfalls zum Ehrenvorsitzenden ernannt werden.

Die Ernennung ist mit der Verleihung der Ehrennadel der Arbeitsgemeinschaft verbunden und wird durch eine Urkunde bezeugt.

Ehrenmitglieder sind vom Mitgliedsbeitrag freigestellt und zur kostenlosen Inanspruchnahme der Vereinsleistungen berechtigt.

§ 15    Auflösung des Vereins

Im Falle der Auflösung des Vereins soll sein Vermögen an steuerbegĂŒnstigte Vereine oder Einrichtungen zur Verwendung fĂŒr gemeinnĂŒtzige Zwecke weitergeleitet werden. Empfohlen wird die „Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte e.V.“ Frankfurt am Main. NĂ€heres beschließt die Mitgliederversammlung.

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Diese geÀnderte Satzung ist von der Hauptversammlung am 03. Juni 2000 in Norderstedt beschlossen worden und tritt mit der Eintragung ins Vereinsregister in Kraft.
Damit wird die bisherige Fassung der Satzung ungĂŒltig.

Die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Koblenz, unter der Nummer 2172, ist am 12. Oktober 2000 erfolgt.

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